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ISRAEL: Juden begegnen ihrem Messias
6.11.15





Es ist eine der großen, unerzählten Geschichten: Millionen von Juden haben sich auf die Suche nach ihrem Messias gemacht. Die Zahl der Juden, die nach Antworten auf die tiefsten und wichtigsten Fragen des Lebens suchen, ist so groß wie nie zuvor. Manche von ihnen suchen in den Hebräischen Schriften, andere lesen zum ersten Mal das Neue Testament. Sie suchen bei Google nach Informationen über den Messias oder schauen eine neue Videoserie von Juden, die behaupten, die Antworten gefunden zu haben. Manche dieser Videos verbreiten sich binnen Sekunden im Internet und werden von einer Webseite produziert und hochgeladen, die sich „I Met Messiah“ (dt. „Ich traf den Messias“) nennt.

Betrachten wir zum Beispiel die Geschichte von Mitch Forman, der in einer jüdisch-religiösen Familie aufwuchs. Er war ein überaus erfolgreicher Koch, bis sein ausschweifender Lebensstil ihn seinen Traumjob kostete. Er hatte das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren und sein Leben zu verschwenden. Eine christliche junge Frau, die er traf, machte ihn eifersüchtig, weil sie mehr über die Hebräischen Schriften zu wissen schien als er selbst. So begann er schließlich, das Neue Testament zu lesen und fand heraus, dass es von Juden geschrieben worden war und dass der Messias, der in der Hebräischen Bibel prophezeit wird, kein anderer ist als Jesus von Nazareth.

„C.S. Lewis’ Schriften öffneten sein Herz für Jesus“

Steve Fenchels Leben änderte sich mit dem Tod seines Vaters. Er begann, sich die „falschen“ Freunde zu suchen und langsam, aber sicher löste sich sein Leben auf. Er fing an, Drogen zu nehmen, um der Dunkelheit und der Depression zu entkommen. C.S. Lewis’ Schriften öffneten sein Herz für Jesus. Seine Freunde fingen an, Jesus nachzufolgen und in ihren Zeugnissen fand er die Antwort auf seine Suche nach Freude und Sinn.

Da sie in einer jüdischen Familie in Columbus, Ohio aufgewachsen war, in der jeder immer zur gleichen Zeit zu reden schien, war es keine Überraschung, dass Diane Cohen Anwältin wurde und in der Synagoge in die aktive Leitung einstieg. Ihre etwas in die Tage gekommene Großmutter hatte sie zwar vor christlichem Antisemitismus gewarnt, aber dennoch wurde Diane neugierig auf ein Buch namens „Rabbi Jesus“. Sie las es eines Tages im Flugzeug und fing dadurch ein Gespräch mit einer Christin an, die selbst Autorin war. Anschließend begann für Diane eine sehr schwere Phase, da ihre 28-jährige Ehe auseinanderging. Einige Zeit später erhielt sie ein Päckchen mit der Post – von der Frau, die sie im Flugzeug getroffen hatte. Es enthielt eines ihrer Bücher und eine Karte mit dem Vers: „Er wird jubelnd über dich frohlocken“ (Zefanja 3:17). Es war genau der Vers, den Diane an eben diesem Tag beim Aufwachen im Kopf gehabt hatte. Tief bewegt ging Diane mit ihrer gläubigen Schwester zum Gottesdienst, ließ für sich beten und wurde Christin.

„Jesus nachfolgen ist das Jüdischste, was man überhaupt tun könnte“

Während seiner Kindheit war Mottel Balestons einziger Kontakt mit Christen der mit italienischen Katholiken. Deshalb stellte er sich Jesus immer als Italiener vor. Er war schockiert, als er herausfand, dass Jesus Jude war und dass das Neue Testament von Juden geschrieben wurde. Als er anfing, es zu lesen, erwartete er ein antisemitisches Handbuch. Zu seiner Überraschung fand er jedoch eine Aussage über drei jüdische Männer (David, Abraham und Jesus) und darüber, wie einer von ihnen der erwartete Messias Israels ist. Mottels Leben nahm eine Kehrtwende, als er verstand, dass Jesus nachzufolgen das Jüdischste war, was ein Mensch tun konnte. Er fand eine kraftvolle Wahrheit für sein jüdisches Volk.

Professorin Rose Harrison wuchs während des Zweiten Weltkriegs auf und erlebte viel Not, unter anderem durch Antisemitismus. Obwohl sie viel Schweres überwunden hatte, fühlte sie sich leer. Rose war zielstrebig und leidenschaftlich – sie machte ihren Doktor und wurde Professorin an der Universität. Doch immer noch hatte sie das Gefühl, dass etwas fehlte. In einer ihrer Vorlesungen schrieb ein Student eine Hausarbeit, die ihr Leben veränderte. Er schrieb über Tugenden und Werte. Diese Hausarbeit war so anders als jede andere, die sie jemals über dieses Thema gelesen hatte. Rose und ihr Student wurden schließlich Freunde und er erzählte ihr, wie sein Glaube an den Messias ihn verändert und ihm Sinn und Erfüllung für sein Leben gegeben hatte. Nachdem sie eine Gemeinde besuchte und eine Glaubensgemeinschaft erlebte, die liebevoll und fürsorglich war, wurde Rose bewusst, dass an Jesus und dem Christentum mehr dran sein musste. Sie fand den Frieden und die Erfüllung, nach der sie suchte, in einer Beziehung zu ihrem Messias.

„I Met Messiah“ ist eine von mehreren evangelistischen Webseiten, die Eitan Bar entwickelt hat, ein in Tel Aviv geborener und aufgewachsener jüdischer Israeli. Er hat einen Hintergrund in Multimedia-Design und visueller Kommunikation und außerdem einen Master in Theologie. Derzeit ist er der Leiter für Medien und Evangelisation von „One For Israel“.

Auf der ganzen Welt gibt es viele große Gemeinschaften von jüdischen Yeshua-Gläubigen. In Israel gibt es viele Gemeinden und Hausgemeinschaften für messianische Juden.

Quelle: EITAN BAR
Ausgabe: 37/2015

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